MX Teuschenthal 2019

Hallo zusammen, es ist an der Zeit für meinen Bericht vom vergangenen Wochenende.Das Saison Highlight stand für unseren talentierten Brandenburger Crosser auf dem Terminplan.

Der MSC Teutschenthal richtete im legendären Talkessel den MX GP of Germany aus, und in diesem Rahmen fand auch wieder ein Lauf zur Europameisterschaft EMX 125 statt. Voller Vorfreude und absolut motiviert reiste das Team am Freitag bereits an, denn innerhalb eines Weltmeisterschaftlaufes ist schon die Logistik ganz speziell. Ja, und auch die Strecke und deren Beschaffenheit sind ja nicht ganz ohne! Für viele Nachwuchscrosser Europas stellte der tiefgründig gegrubberte und  extrem  gewässerte Track schon die erste Herausforderung dar.

84 Anwärter auf die begehrten 40 Startplätze machte sich Samstag in aller Frühe auf in`s freie Training. Aufgeteilt in zwei Gruppen war lediglich 20 Minuten Zeit, sich mit der Strecke und dem Untergrund vertraut zu machen. In Handumdrehen hatten sich in allen Kurven tiefe Spurrillen gebildet und so hieß es, konzentriert fahren, nicht zu zaghaft sein, um trotz alledem den nötigen Schwung für den nächsten Sprung mitzunehmen. Als 29. war Peter zwar nicht ganz zufrieden aber zuversichtlich für das Zeittraining. Dazu sollte die Taktik sein, so schnell als möglich in den Flow zu kommen und zeitig eine schnelle Runde zu setzen. Bereits der zweite Umlauf bot für Peter die Gelegenheit, er hatte freie Fahrt und setzte alles. Nur unwesentlich kleine Fehler waren zu erkennen und die Hoffnung auf eine gute Zeit steigerte sich von Sektor zu Sektor. Herzklopfen pur beim ganzen Team, aber leider half alles Daumendrücken nichts. Den Zielsprung eigentlich schon vor Augen wurde ihm der " Sidi-Sprung " zum  Verhängnis.

Peter wollte auch diesen komplett überspringen, um dort keine Zeit liegenzulassen, fuhr mit reichlich Speedüberschuß auf die Anfahrt und überzog den Sprung. Er kam in der Luft in Rücklage und landete akrobatisch hinter seinem Bike stehend. Allen stockte der Atem, das hätte ganz, ganz böse ausgehen können. An genau dieser Stelle endete seinerzeit die Karriere seines Mentors und Trainers Marcus Schiffer. Peter blieb zum Glück unverletzt, brachte das total verbogene Bike mit letzter Kraft in die Box und versuchte in der verbleibenden Zeit mit dem Trainingsmotorrad das schier Unmögliche. Es klappte leider nicht, gut 2 sec. fehlten zur Qualifikation und als 31. seiner Gruppe fuhr Peter völlig enttäuscht zurück in`s Fahrerlager. Schade, gerade hier bei seinem " Heim GP " wollte er den vielen angereisten Fans doch zeigen, dass er es kann. So also bleibt uns die Hoffnung auf den nächsten EMX Lauf in belgischen Lommel Anfang August. Tiefsand Fahren liegt Peter ja weitaus besser als tiefe Spurrillen und Hartboden. Vorher aber geht es schon am nächsten Wochenende nach Mölln vor die Tore Hamburgs zum dritten Aufeinandertreffen innerhalb der ADAC MX Masters.

Davon berichte ich hier wie immer am Dienstag, bis dahin also.

beste Grüße an alle von Winny aus Berlin