54. ADMV Rallye Lutherstadt Wittenberg 2017

Zum Saisonauftakt zog es das Subaru Team Rink / Polzin wie die letzten Jahre auch wieder in die Lutherstadt Wittenberg. Die Schotterwege rund um die Stadt bilden traditionell auch den Auftakt in die Schottercup Saison.

Die Dokumenten- und die technische Abnahme wurden wegen des recht entspannten Zeitplans ausnahmsweise am Samstag früh absolviert und gingen relativ reibungslos über die Bühne. Beim anschließenden Abfahren der lediglich 2 Wertungsprüfungen, die später doppelt gefahren werden sollten, sorgte ein schnelles geradeaus-Stück auf einer der WPs für einige Verwunderung: die ursprünglich vorhandenen Löcher waren mit Recyclingmaterial verfüllt worden, leider hatte die beauftragte Firma vergessen, das Ganze auch etwas zu begradigen. Das Teilstück begeisterte mit einer Reihe von schnell aufeinander folgenden Hügelchen, die nur mit erhöhter Schrittgeschwindigkeit passiert werden konnten. Wie darauf später im Renntempo reagiert werden sollte, war zu dem Zeitpunkt noch unklar.

Team Rink/Polzin hebt ab
Team Rink/Polzin hebt ab

Ansonsten hielt die Besichtigung der WPs keine weiteren Überraschungen bereit, so dass die Subaru Mannschaft kurz vor 13:00 Uhr frohen Mutes in die Rallye startete. Nach nur kurzer Eingewöhnungsphase ging WP 1 gut von der Hand, der Aufschrieb passte und der Subaru landete nach der WP auf Gesamtplatz 5. WP 2 lief ähnlich gut und Rink / Polzin standen nach Ende der ersten Schleife mit 24 Sekunden Rückstand auf den Führenden auf Gesamtplatz 4. Glücklicherweise hatte der Veranstalter ein Herz für die ohnehin gequälten Rallyeautos und der oben erwähnte Streckenabschnitt wurde vor dem Start der Rallye noch begradigt. Danke dafür! Während des Regroupings stellten viele Teilnehmer fest, dass die Strecken -für die die Rallye Wittenberg berüchtigt ist- in diesem Jahr wohl aufgrund des geringeren Teilnehmerfelds bei weitem nicht so materialmordend waren wie in den Vorjahren.

Dies stellte sich leider als Trugschluss heraus, als die WPs das zweite Mal in Angriff genommen wurden. Auf WP 3 kam die schon aus dem Vorjahr bekannte Betonkante wieder zum Vorschein, die Andreas noch verlustfrei umrunden konnte, allerdings sorgte kurze Zeit später ein großer herausgefahrener Stein für einen Plattfuß. Das letzte Drittel der WP legte der Subaru dann leider vorne links auf der Felge zurück, wovon sich auch der Kotflügel und die Frontschürze wenig begeistert zeigten. Dies und eine während der WP gezeigte gelbe Flagge sorgten dafür, dass die Zeit gegenüber dem ersten Umlauf um 21 Sekunden schlechter ausfiel und das Team auf den 6. Gesamtplatz zurückfiel. Das zerstörte Rad konnte ohne weiteren Zeitverlust nach der WP gewechselt werden und WP 4 konnte zur geplanten Zeit in Angriff genommen werden. Hier sorgte ein kleiner Dreher, der in einem Gebüsch endete dafür, dass der Subaru ohne Rückwärtsgang und Frontschürze das Ziel erreichte. Eine Verbesserung konnte durch den kleinen Patzer nicht mehr erreicht werden und Rink / Polzin beendeten die Rallye auf Gesamtplatz 6 und als Sieger der Gruppe CTC. Die nächste Veranstaltung für das Team ist die Roland Rallye in Nordhausen.