Geburtstagskind

45 Jahre für und mit dem Motorsport - Ecki wird 60! Eckhard Eichhorst stammt aus Neubrandenburg. Als 15 jähriger KFZ Schlosserlehrling des Kraftverkehrs Neubrandenburg fuhr er erstmals mit einem Kollegen als Zuschauer zur Rallye. Von da an war er infiziert (und ist es bis heute).

Nachdem Ihm das Zuschauen nicht mehr reichte, begann Ecki in der DDR Rallyemeisterschaft für das Team Schiller/Gericke (natürlich auf Trabant) als Servicemann seine Motorsportlaufbahn. Nach der Wende war er dann als Servicemann für Monika Petzold im Einsatz. Doch bald reichte Ecki das nicht mehr. Das mit dem Rallyefahren kriegen wir doch auch alleine hin, war er sich mit Rainer Freimuth und Wolfgang Schiller bei einem Bier einig. Es wurde also eine Rennpappe gekauft und schon war Ecki eine Rallyefahrer, Rainer der Co und Wolfgang diesmal der Servicemann. Die erste Rallye fuhren die beiden 1998. Ihr Anspruch war damals Ziel erreichen und möglichst nicht Letzter werden. Die vielen technischen Probleme aus der Zeit der Rennpappen mit Trommelbremse und 35 PS sind bis heute nicht vergessen.

Nachdem Rainer Freimuth als Co nicht mehr zur Verfügung stand, stieg Oliver Pratzel als Co bei Ecki ein. Aber auch er hielt nicht sehr lange durch. Vom Juni 2007 bis März 2014 war dann Michael Klemke für insgesamt 68 Rallyes Eckis Beifahrer. Im Jahr 2014 und ohne festen Co hatte Ecki erstmals auch den Gedanken mit dem Rallyesport aufzuhören. Im September 2014 startete er dann aber noch einmal versuchsweise mit seinem langjährigem Servicemann Jörg Vach als Co zur Rallye Bad Schmiedeberg. Der Versuch war erfolgreich. Jörg liest Ecki heute immer noch den Aufschrieb vor. Als gelernter KFZ Schlosser hat Ecki viel Erfahrung mit der Trabanttechnik. Seit 20 Jahren schraubt er jetzt an seiner Rennpappe und hat ständig Ideen für technische Verbesserungen. Einfach und funktional war und ist immer sein Motto, schöne Lackierung ist nicht so wichtig. Nachdem er anfänglich nur bei kleinen Rallyes mit 35 WP Kilometern startete, wurden bald auch große Rallyes mit 150 Kilometern Wertungsprüfung von Ihm gefahren.

Neben Starts in Deutschland wurde auch in Polen, CZ und Litauen zu Rallyeveranstaltungen an den Start gerollt und ins Ziel gefahren. Mit dem nicht Letzter werden hat sich Ecki auch nicht lange aufgehalten. Neben vielen Klassensiegen und guten Platzierungen in den verschiedenen Meisterschaften seinen an dieser Stelle nur mal der Sieg bei der ADAC Rallye Fahrerwertung Berlin/Brandenburg 2010 und der Gewinn der Internationalen Trabant Rallye Meisterschaft 2015 genannt. Unter den Trabantrallyefahrern in den neuen Bundesländern ist Ecki als fairer Sportsmann geachtet. Viele Worte waren noch nie sein Ding, aber wenn einer Hilfe braucht wird eben geholfen. Der Kampf um die Plätze findet auf den Wertungsprüfungen statt - war schon immer seine Meinung. Er gilt als Schotterspezialist und zeigt auch den jüngeren immer noch die Rücklichter. Im letzten Winter hat er seine Rennpappe komplett überholt und den Wagenpass beim DMSB beantragt und erhalten. In der Saison 2018 will er voraussichtlich 10 Meisterschaftsläufe fahren. Auch ein Start im Ausland (eventuell wieder Litauen) ist im Gespräch. Ecki feiert zwar am 13.03.2018 seinen 60. Geburtstag – aber Verabschiedung vom Rallyesport ist kein Thema für Ihn.